Wenn Weihnachtsstress die Augen verschließt

Wenn wir in unsere Weihnachtsvorbereitungen vertieft sind, dann übersehen wir das Leid, das mitunter direkt vor unserer Haustür sitzt. Dabei brauchen Obdachlose, von denen es in Deutschland immer mehr gibt, gerade in der kalten Jahreszeit unsere Hilfe. Und helfen kann so einfach sein.

Der Dezember gehört zu den stressigsten Monaten. Weihnachten steht vor der Tür und jeder muss für das Fest der Feste einiges vorbereiten. Ständig findet eine Weihnachtsfeier oder ein Adventskaffee statt. Vor Ende des Jahres muss dann auch noch so manche bürokratische Aufgabe erledigt werden. Zeit für Besinnlichkeit und Reflektion bleibt da nicht wirklich.

Im Weihnachtsstress bemerken wir deshalb oft nicht, dass es um uns herum Menschen gibt, die ganze andere Sorgen haben, als die Weihnachtsgeschenke zu besorgen oder das Silvesterbuffet zu planen. Obdachlose scheinen unsichtbar, wenn wir durch die Stadt hetzen, um den Konsum nochmals auf die Spitze zu treiben. Obwohl es in Deutschland immer mehr werden.

Dabei ist es so einfach wohnungslosen Menschen zu helfen, gerade jetzt, wo es darum geht soziale Kontakte zu pflegen. Statt das schlechte Gewissen mit ein paar Münzen zu beruhigen, könnte man sich einmal wirklich Gedanken darüber machen, was ein Obdachloser in dieser kalten Jahreszeit braucht und es ihm zu Weihnachten schenken. Mit dem erbettelten Geld sind Anschaffungen wie ein neuer Schlafsack oder warme Stiefel nicht möglich. Oder Sie zeigen Herz und nehmen am Weihnachtsabend einen weiteren Gast an ihrer ohnehin vor Überfluss strotzenden Weihnachtstafel auf. Es gibt viele Wege zu helfen, wenn man nur will. Und es gibt viele Wege aus der Obdachlosigkeit, wenn man sich helfen lässt.